Hier können Sie das Grußwort von Jobst Bittner, das Statement von Oded Ronen sowie den Beitrag zur Synagoge in Plauen und den Beitrag zur Familie Lay nachlesen.
Die Namen der Plauener und vogtländischen Opfer der Shoah können sie gerne hier nachhören.
Mitwirkung bei dem Chanukka-Markt im Schloß Netzschkau anlässlich der Eröffnung des Themenjahres "Tacheles - Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026".
Mitwirkung bei einer Kulturwoche für Verständigung, Vielfalt und Dialog
Wir haben Barbara Bišický-Ehrlich eingeladen, um über ihre Bücher zu berichten und zu lesen, da ihr Werk nicht nur literarisch wertvoll ist, sondern auch wichtige Themen anspricht, die für unsere Gesellschaft von großer Bedeutung sind. Emotional, bewegend und humorvoll erzählte Barbara Bišický-Ehrlich, Kind der dritten Nachkriegsgeneration, von den Holocaust- und Emigrationserlebnissen ihrer Familie und deren Einfluss auf ihr eigenes Leben.
Ihre Bücher sind folgende:
Sag’, dass es dir gut geht
Der Rabbiner ohne Schuh - Kuriositäten aus meinem fast koscheren Leben
Herzliche Einladung zum Marsch des Lebens am 15.04.2025 in Plauen
Vergangenheit bewältigen, Zukunft gestalten
Wir möchten erinnern, versöhnen und ein Zeichen gegen den wachsenden Antisemitismus der heutigen Zeit setzen und das 80 Jahre Verschwiegene öffentlich machen.
Der Marsch des Lebens verbindet die persönliche Aufarbeitung der Geschichte mit einer öffentlichen Stimme gegen heutigen Antisemitismus in Freundschaft mit Israel.
Wir gehen gemeinsam ein Stück des Weges, auf dem die jüdischen KZ-Häftlinge des Todesmarsches am 15.04.1945 getrieben wurden. Dieser Todesmarsch, welcher durch Thüringen, Bayern, Sachsen und Tschechien zog, kam aus dem KZ-Außenlager Sonneberg und wurde kurz vor Prag befreit.
Die Veranstaltung beginnt um 17.00 Uhr am Neundorfer Grenzweg/Ecke Schloßacker und endet ca.18.30 Uhr an der Gedenktafel in der Schulstraße. Die Laufdistanz beträgt 1km.
Bitte verpasst nicht die Gelegenheit, für Israel und gegen Antisemitismus aufzustehen.
Wir schweigen nicht!
Statement Oded Ronen, Tel Aviv - Nachfahre einer jüdischen Familie aus Plauen
80 Jahre nach der Deportation der Juden aus Plauen stehen wir erneut vor einer der schwersten Zeiten für die jüdische Nation und ihre Gemeinden im Ausland. Der 7. Oktober hat uns gezeigt, dass wir immer auf der Hut sein müssen. Das ist die Natur des Lebens als Jude in der Diaspora und auch die Realität des jüdischen Staates. Der Holocaust-Charakter des 7. Oktober hat die nachdenklichsten Bemühungen um Solidarität hervorgerufen, die wiederum den Druck aufrechterhalten haben, alle entführten Menschen nach Hause zu bringen. Dies ist das Ergebnis des jüngsten Abkommens, und jede Rückkehr beweist, wie wertvoll jede Seele ist. Wir werden weiterhin auf den Straßen für die Freilassung jeder Geisel protestieren, denn alle Menschen verdienen Freiheit. Die Unterstützung, die uns von den Gemeinden im Ausland entgegengebracht wurde, war in diesen dunkelsten Zeiten ein großer Trost. Wir spüren das und danken Ihnen von ganzem Herzen. Unser Ziel als Volk ist es, uns auch weiterhin für ein Zusammenleben in der Region einzusetzen, denn nur so können wir uns und unseren Nachbarn eine Zukunft aufbauen, die kein Blutvergießen mit sich bringt.
Die hebräischen Imperative – Zechor – erinnere dich und - Al Tischkach – vergesse nie standen beim Marsch des Lebens in Plauen im Mittelpunkt. Diese Worte aus dem Grußwort von Fr. Dr. Ruth
Röcher, Vorsitzende der Jüdische Gemeinde Chemnitz, ermutigen die Gesellschaft die Geschichte des Holocaust nicht aus dem Gedächtnis zu streichen, sondern mit den Erfahrungen der Generationen vor
uns, die Gegenwart und Zukunft bewusst zu gestalten.
Sechzig Teilnehmer erinnerten beim Gedenkmarsch gemeinsam mit Bürgermeister Tobias Kämpf, Historiker Gerd Naumann und Herrn Gurevych an die jüdischen Bürger in Plauen und die Verbrechen des
Holocaust. Auf dem Weg vom Landratsamt zur Adventgemeinde machten wir Halt an den Stolpersteinen der Familie Goldberg und der Familie Herzfeld. Die Stolpersteine erhielten für die Zeit des
Marsches ein Gesicht in Form eines Bildes. Sie zeigen Menschen, die unsere Stadt einst bereicherten. Während des Marsches wurden die Namen der vogtländischen jüdischen Opfer verlesen. Sie sollen
nicht in Vergessenheit geraten.
An der Adventgemeinde wurde die Veranstaltung von der Musikschule Clara Wieck musikalisch begleitet. Ein Vereinsmitglied erzählte ein persönliches Zeugnis von familiärer Schuld des eigenen Opas im Holocaust, der als Plauener Baumeister in der Organisation Todt am Bau der Durchgangsstraße IV in der Ukraine beteiligt war. An dieser Straße kamen zwischen 1942 und 1944 ca. 25000 jüdische Zwangsarbeiter ums Leben. Am Ende sang Herr Gurevych von der jüdischen Gemeinde in Chemnitz ein bewegendes jüdisches Gebet.
Der Veranstalter JfPV e.V. bedankt sich bei allen Beteiligten für die Unterstützung im Kampf gegen den Antisemitismus.
Der Verein Jesus für Plauen und das Vogtland gedenkt diesem Ereignis vor 77 Jahren und damit an die Opfer des Holocaust. Vor dem Gelände der ehemaligen Synagoge an der Ecke Senefelder Str.- Engelstr. und an dem ehemaligen Grundstück der jüdischen Familie Lay in der Pestalozzistraße, auf dem sich ab 1939 das Judenhaus befand, erinnern heute und in den nächsten Tagen Banderolen an den Gedenktafeln an diesen Tag.
